Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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alſo umſonſt Jahre lang mich gemüht, umſonſt gehofft, umſonſt geſtrebt! Eine Betrügerin hat mich überliſtet. Nein, Eva, Sie lügen jetzt! Sie wollen mich kränken, mich verhöhnen!

Nein, beim ewigen Gott, es iſt Wahrheit! ſagte Cva feierlich. Hinfort ſoll nur Wahrheit auf meinen Lippen ſein, und die ganze Welt ſoll es wiſſen, daß Al⸗ les, was mich umgiebt, meines Gatten Eigenthum, daß er die arme Eva überſchüttet hat mit den Gaben ſeiner Liebe, und daß ich Alles, was ich bin, ihm verdanke!

Wehe, wehe mir! rief die Gräfin. Auch dieſer letzte Troſt iſt mir genommen! Eine Lüge hat meinem Sohne den Tod gebracht!

Sie warf ſich laut ſchluchzend über die Leiche hin, und fiel dann zurück in Krämpfen und Zuckungen. Furchtbar war der Anblick dieſer von Qualen und Pein durchwütheten Mutter neben der ſtillen, ruhigen und ſchönen Leiche ihres Sohnes; Eva entfloh mit ſchnellen Schritten, und eilte zu ihrem Gatten. Sie klammerte ſich feſt an ſeine Bruſt, und ſagte zitternd: Ralph, ich will arm ſein, ich fürchte mich vor dem Reichthum! Das Geld verderbt das Herz und verhärtet das Gemüth. O Ralph, laß uns leben in Armuth und Genügſamkeit, denn in der Armuth iſt der Friede und über den Armen

ruht Gottes Segen. Ich war glücklich, als ich noch

anm war, und erſt, als ich nach Neichthum begehrte, kam