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chen, ihm das Kiſſen rücken, keiner als ſie allein durfte Nachts an ſeinem Lager wachen, und wenn Ralph die Augen aufſchlug, wenn er ihren ſtrahlenden, liebenden Blicken begegnete, die auf ihm ruhten mit unendlicher Liebe, dann lächelte er, wie in ſeliger Verklärung, und Beide nickten ſich zu, glückſelig, ſtumm vor Wonne. So war das Krankenlager Ralph's gewiſſermaßen zu einem Altar geworden, vor dem ſich ihre Herzen auf's Neue vereinigt und rerbunden hatten zu ewiger, nun unauf⸗ löslicher Liebe.—
Ralph, ſagte Eva einſt, als ſie vor ſeinem Bette knieete, mein Geliebter, verzeihſt Du mir? Sieh, ich war eine Verirrte, aber Gott führte mich zurück auf die rechte Straße, und lehrte mich erkennen, wie ſchwer ich gefehlt!..
O meine Eva, ſagte Ralph, und iſt nicht das wie⸗ dergefundene Glück ſchöner als ein nie verlornes? Sich niemals von der rechten Straße verirren können, das iſt nicht verdienſtlich, aber von dem Irrwege ſich wieder zurecht zu finden, Eva, das iſt anerkennenswerth und groß!—
Sie küßte ſeine Hand, und fühlte ſich von ſeinem Kuſſe wie entſündigt und geſegnet zu neuem Leben.
Während aber Ralph der Geneſung zuſchritt, hatte der arme Udo das Verbrechen ſeiner Mutter mit ſeinem Leben büßen müfſen. Alle ärztliche Hülfe war umſonſt 2 18**


