Schlage getroffen, in der ſeinen und ſie zog ſie ſcheu zurück.
Du entziehſt mir Deine Hand, fragte Carl verwun⸗ dert, biſt Du mir nicht mehr gut, Sophie? Habe ich irgend Etwas gethan, daß ich Deine Freundlichkeit nicht verdiene?
Wie rührte Sophie ſeine ſanfte, entſagende Freund⸗ lichkeit, wie tief verehrte ſie ihn, um der ungeheuren Gewalt ſeines Willens und ſeiner Selbſtbeherrſchung!
O nein, Carl, ſagte ſie, mit mühſam zurückgehal⸗ tenen Thränen, nein, ich bin Dir nicht böſe. Du thuſt nur Gutes und Schönes.
1 Carl? fragte er befremdet, Du nennſt mich nicht mehr„lieber Carl,“ nicht mehr Deinen Bruder?
Aber wie Du heute biſt! ſagte ſie mit niedergeſchla⸗ genen Augen und dem ſchönen Erröthen eines jungen verſchämten Mädchens. Carl betrachtete ſie mit entzück⸗ ten Blicken, ſie war ihm nie ſo ſchön erſchienen, als in dieſem Augenblick.
Sophie! ſagte er mit einem Ton, der ihr Herz er⸗ beben machte..
Carl! ſagte ſie ganz leiſe, kaum hörbar. Aber Carl empfand doch, daß ſie nimmer ſo ſeinen Namen genannt, nimmer ſo vor ſeinem Anſchauen in holder Verwirrung und Verſchämtheit die Augen niedergeſchla⸗ gen.


