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Du kannſt jetzt noch ein wenig im Hauſe umher gehen, fuhr die Gräfin fort, weil es Dir denn ſo große Freude macht, will ich Dir dies geſtatten! Sie drängte Udo, der ihr in ihre Zimmer folgen wollte, mit Ge⸗ walt auf den Flur zurück, und ſchloß hinter ihm die Thür.
So! ſagte ſie leiſe; es mag nun kommen, wie es will, ich kann nicht verdächtigt werden. Die Magd ſtand oben an der Treppe, und hat gehört, wie ich Udo ſchalt, daß er hinab gegangen; ſie wird alſo glauben, daß ich ihm nachgegangen, nur um ihn zu holen. Auch habe ich das Papier, worin noch etwas Arſenik enthalten, in Udo's Taſche geſteckt. Läuft die Sache ſchlimm ab, ſo wird man es bei ihm finden, und wer kann einen Blödſinnigen ſchuldig finden?
Udo indeſſen ſprang draußen die Treppe auf und ab, lachend und vergnügt. Dann lief er wieder hinab zu dem Vorzimmer, und blickte hinein. Das Glas Milch ſtand noch da!
Mutter Zucker hinein gethan! ſagte er, es liebäu⸗ gelnd betrachtend. Udo gern Milch trinkt! Milch mit Zucker! A
Er blickte ſcheu umher, als fürchte er belauſcht zu werden, und ſagte dann kopſſchüttelnd: Udo niemals naſcht, Udo nur koſten will!


