Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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XXI.

Gräfin Jelſa ging mit haſtigen Schritten in ihrem Gemach auf und ab, und in heftigſter Erregung ließ ſie den Zweifeln und Beängſtigungen, die ihre Bruſt be⸗ klemmten, freien Lauf; ſie achtete nicht darauf, daß ihr Sohn, der blödſinnige Udo, in der Ecke ſtill zuſammen gekauert ſaß, und ihren heftigen Bewegungen, ihren ab⸗ gebrochenen Worten mit einem ſtumpfen Lächeln zuhörte. Als aber die Gräfin in ihrem Selbſtgeſpräch den Na⸗ men Eva nannte, belebten ſich Udo's Züge, und von nun an hörte er mit geſpannter Aufmerkſamkeit zu.

Sie liebt ihn, ja ſie liebt dieſen Victor von Sen⸗ deck, ſagte die Gräfin, ich ſah es an dem Blick, mit dem ſie ihn empfing, als er heute kam, an dem Zittern ih⸗ rer Stimme, als ſie ihn begrüßte, an ihrem Erröthen, o, an jeder Bewegung ſah ich es! So wird denn die⸗ ſer Geck alle meine Plane zerſtören, mein mühſam einge⸗ richtetes Werk zernichten, und ſich das Herz erobern, das