Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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N 242

ſein Leben als ſeine Ehre und ſeinen fürſtlichen Na⸗ men hingeben.

Gewiß! betheuerte Bonaventura ernſt.

O, wie würden Ihre Ahnen ſich freuen, Durch⸗ laucht, wenn Sie Ihren fürſtlichen Sohn ſehen könnten. Sie haben doch Ahnen?

Natürlich, ich habe in meinem Ahnenſaal Bild an Bild gereiht, die ehrwürdigen Angeſichter meiner Ahnen, ſagte Bonaventura.

Alle lachten laut, und Bonaventura fragte erſtaunt: 1* mei Gott, worüber lacht man denn?

Beruhjgen Sie ſich, gewiß nicht über ſie, ſagte Rajienski. Aber da fällt mir eben eine merkwürdige Geſchichte ein, die ich, wenn unſere gnädige Fürſtin es erlaubt, Ihnen erzählen möchte.

Erzählen Sie, ich bin begierig, ſagte die Fürſtin.

Ein Freund ſchreibt mir aus Petersburg von einem ſeltſamen Betrüger, der mehrere Tage hindurch dort Senſation erregte. Von ganz gemeinem, niederm Her⸗ kommen war er frech genug, ſich nach dem Geburtsort ſeines Vaters einen volltönenden adeligen Namen anzu⸗ eignen und unter demſelben in mehreren Geſellſchaften zu erſcheinen, in denen es ihm gelungen, Zutritt zu erlan⸗ gen. Er gab vor, aus ſeinem fernen Vaterlande wegen ſetner freiſinnigen Anſichten vertrieben worden zu ſein, und deshalb als ein Maͤrtyrer der Freiheit in der Fremde