Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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wir Alle ringen, für das wir Alle unſern Jugendmuth einſetzen, und unſere beſten Kräfte hingeben.

Und wofür wir, rief Bonaventura begeiſtert, dereinſt unſern Lohn und unſre Segnung empfangen werden! Und nun recitirte er mit lauter Stimme:

Wenn das freie Wort zieht durch die Lande,

Wenn das freie Wort entfeſſelt alle Bande,

Dann iſt ſie da, die gold'ne Zeit

Der großen Völkereinigkeit!

Wenn der ſtolze Fürſt flieht aus dem Lande, Wenn der tück'ſche Graf beſiegt liegt im Sande, Dann iſt das hohe Ziel erreicht, In dem der Menſch der Gottheit gleicht.

Wenn das Geſetz einzig uns bindet,

Nicht Willkühr uns mit Ketten umwindet, Dann erſt ſind wir frei und groß, Aller Tyrannen und Sclaven los!

Auf denn zur Schlacht, zum blut'gen Kampfe, „Freiheit mit uns! ſchreit im Pulverdampfe!“ Fließt euer Blut auch hin, Jauchzt doch der freie Sinn!

Herrlich, wundervoll, riefen Alle, als Bonaventura jetzt ſchwieg. Solche Worte, ſolche Gedanken giebt nur die höchſte Begeiſterung ein. Das iſt wirklich erhaben und groß.

Merkwürdig, ſagte Weinherr, etwas verletzt von dem allzu ſtürmiſchen Beifall, den man Bonaventura

zollte, merkwürdig, wie ſehr dies Gedicht meinem letzten