Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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wie das Opium geweſen, das alle Sinne, alle Ueberlegung gefangen nimmt, alles Wollen und Denken zuſammen faßt in einem ſchönen Traum voll entzückender Bilder und Gefühle. Aber dieſer Opiumtraum der Liebe war zu Ende, und Bonaventura war erwacht, um nun deſto empfindlicher des Lebens Laſten und Bedrängniſſe zu empfinden, um mit ernüchterten Sinnen, und erſchlaffter Seele den Traum zu verwünſchen, der ihn verlockt und verleitet, an ein dauerndes und ewiges Glück zu glauben. Dieſe Eintönigkeit, dieſe Stille langweilte ihn ſchon, ja, ſelbſt Sophieens ſich ſtets gleich bleibende, ruhige Hei⸗ terkeit verſtimmte und verletzte ihn.

Mein Gott, ſagte er ihr oft verdrießlich, wie kann man nur ewig ſo zufrieden ſein, ewig lächeln, ewig vergnügt ſein!

Und wie willſt Du, daß es anders iſt, fragte ſie mit einem unausſprechlich holden Ausdruck, wenn doch das Glück ſtets neben mir iſt, und mich umgiebt mit ſeiner ſegnenden Nähe? Du biſt ja da! wie kann ich dann anders, als vergnügt ſein!

Aber dieſe tödtliche Eintönigkeit kann doch unmög⸗ lich Jemand befriedigen und ihm genügen, rief Bona⸗ ventura achſelzuckend.

Mein Freund, ſagte ſie, ihm lächelnd die Band reichend, Ihr Männer mögt anders lieben, als wir Frauen. Aber einer Frau, glaube mir iſt es nirgends