Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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jungen Weibe, die wie ein unwiſſendes Kind hinein rennt in ihr Verderben. Spriich nicht ſo, Mutter Anna, ſagte Ralph faſt ſtreng, Eva iſt mein Weib, und ich kann es ſelbſt von Dir nicht dulden, daß ſie geſchmäht wird. Eva iſt gut und edel im Grunde ihres Herzens, ſie hat Fehler und Mängel, ſie iſt aber auch ſo jung noch, und ſo lebensvoll, und end⸗ lich wird ihre beſſere Natur aus all dieſen augenblick⸗ lichen Verirrungen und Verſtimmungen ſich aufraffen, und ſich dem Rechten und Wahren zuwenden! Schilt ſie mir darum nicht, Mutter Anna, und zürne ihr auch nicht, ſondern wir wollen ſie Beide lieben mit vergebender und ſchonender Liebe! Grade die Irrenden, Mutter Anna, die bedürfen der Liebe, denn wer ſoll ihnen helfen, wieder auf die rechte Straße zu kommen, wenn es nicht die Liebe thut, und wer ſoll ſie vertheidigen und beſchirmen, wer anders, als die Liebe? Laß uns daher recht wach ſein und munter, damit wenn Eva endlich kommt, an unſer Herz zu klopfen, es ihr nicht verſchloſſen iſt, ſondern weit geöffnet, und bereit, ſie zu empfangen und zu tröſten. Denn ſie wird des Troſtes bedürfen, Mutter Anna, und wenn ſie wieder zu uns kommt, wird ſie viel Schmerz und Leid erfahren haben, und nur mit zerſchlagener Bruſt und wunden Füßen, matt gehetzt von dieſem Gange durch die Ver⸗ gnügungen und Freuden dieſes Lebens, nur ſo wird ihr