Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

II.

Mit dem Spätherbſt nahmen nun auch die geſel⸗ ligen Vergnügungen ihren Anfang, und Eva, ſich be⸗ wußt, daß ſie nur ohne Scheu, und ohne fürchten zu müſſen verlacht zu werden, in der Geſellſchaft erſcheinen könne, wollte nun auch in dieſer Geſellſchaft eine gewiſſe Stellung einnehmen. Gräfin Jelſa war ihr hierin nütz⸗ lich und förderlich, und konnte ſie Eva, die Gattin ei⸗ nes Mechanikus, auch nicht in die vornehmern Cirkel, in denen ſie bekannt war, einführen, ſo gab es doch an⸗ dere Kreiſe, in denen die Gräfin, wenn auch arm und zurückgezogen lebend, dennoch um ihres Titels willen eine gewiſſe Bedeutung hatte, und gern geſehen ward, Geſellſchaftskreiſe, die in Berlin, wenn auch keine be⸗ deutende, doch eine umfaſſende Stellung einnehmen. Dies ſind die Geſellſchaftskreiſe der vornehmen und rei⸗ chen Juden, welche, begierig einen Salon zu haben, nicht eben wähleriſch ſein dürfen in der Bevölkerung dieſes

4