Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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Sie liebt mich, und wenn ich ſie rufe, mir zu folgen, wird ſie dem Rufe der Liebe nicht widerſtehen.

Rufen Sie nur, ſchreien Sie nur, ſagte Herr Blitz lachend, ſie wird Ihnen doch nicht folgen, denn ich habe ſie eingeſchloſſen, und der Schlüſſel ſteckt hier in meiner Taſche.

Nun, ſo mögen Sie es denn haben, rief Bonaven⸗ tura, zitternd vor Zorn, ich ſchwöre Ihnen, Sophie wird dennoch mein Weib, und müßte ich Ihr Haus anzünden, um Sie aus den Flammen mir zu entführen!

Zünden Sie es immerhin an, ſagte Herr Blitz ge⸗ laſſen, ich bin verſichert!

Bonaventura ſah ihn verächtlich an, und ſtürzte von dannen. Wie ein Raſender eilte er in ſeine Woh⸗ nung, dort warf er ſich aufgelöſt in Schmerz und Wuth auf den Divan, auf Mittel ſinnend, wie er Sophie ſich erobern und ſie die Seine nennen könne. Denn nun, da ſich ſeinem Wunſche Hinderniſſe in den Weg ſtellten, ſchien ihm Sophie das einzig begehrenswerthe Glück der Erde, und fühlte er für ſie die heißeſte, leidenſchaftlichſte Liebe. Es gab in dem Gemüthe Bonaventura's zwei Gewal⸗ ten, die ſein ganzes Daſein beherrſchten: Eitelkeit und Stolz. Aus dieſen beiden Gewalten entſprangen alle

ſeine übrigen Eigenſchaften, ſeine Fehler und ſeine Vor⸗

züge. Die ECitelkeit war es, die ihn getrieben, die nie⸗ drige Sphäre, in der er aufgewachſen, zu verlaſſen, und