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Anna trat herein. Sie blieb anfangs verwundert auf der Schwelle ſtehen, und als die Beiden, die ihr Kom⸗ men ganz überhört hatten in der Fülle ihres Glückes, jetzt zu einander ſprachen, in Worten dankbarer Liebe und Zärt⸗ lichkeit, da verklärte ein mildes Lächeln die Züge der alten Frau, und näher tretend ſagte ſie mit freudigem Ton: Gott ſegne Euch, meine Kinder, und erhalte Euch Eure Liebe und Euer Glück. Denn das Glück der Ehe iſt das ſchönſte und köſtlichſte Erdenglück, und die Liebe zweier Ehegatten iſt die keuſcheſte und heiligſte Empfin⸗ dung, und erhebt das Herz weit hinaus über die Erde! Sie iſt wie ein Schild, der da ſchützt gegen Unrecht und Sünde, ſie heiligt und erhebt das Gemüth und führt uns endlich zu Gott empor. O möge er Euch ſegnen immerdar, meine Kinder!
Sie umarmte ſie innig, und als Eva ihr die Hand küſſen wollte, ſagte Mutter Anna lächelnd: nein, Du kluge und gelehrte Frau, das iſt viel zu demüthig, komm lieber an mein Herz, an das treue Herz Deiner Mutter!
Glückſelige Stunden folgten nun, es war ein wirk⸗ licher Feſttag, und auf allen Geſichtern leuchtete Freude und Zufriedenheit. Man ſcherzte und lachte, und ſelbſt Mutter Anna verſchmähete es nicht, einzuſtimmen in das herzliche Gelächter ihrer Kinder. Auch die Arbeiter und Geſellen ſollten heil haben an dem häuslichen Feſttag, und ſo hatte Ralph len für den übrigen Theil des


