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will, oder ob er zu vornehm iſt, um der Freund eines armen Briefträgers zu ſein! Aber es drückte mir faſt das Herz ab, als ich Dich da ſah und Dir nicht gleich um den Hals fallen konnte. Nun Gott ſei Dank, daß Du mich noch nicht vergeſſen haſt! Das iſt doch noch ein Troſt!
Konnteſt Du an mir zweifeln? ſagte Ralph vor⸗ wurfsvoll. Selbſt wenn ich Dich nicht gleich erkannte, hätteſt Du wiſſen müſſen, daß mein Herz Dich nie ver⸗ geſſen und daß nur die Augen Dich nicht gleich aus dieſer Form heraus zu finden vermochten. Aber nun komm, ſetze Dich zu uns, und zuerſt, Karl, laß Dir hier meine junge Frau Eva, und ihre und meine Mutter Anna vorſtellen.
Karl nickte ihnen herzlich zu, und drückte Eva ſo kräftig die Hand, daß ſte nur mit Mühe einen leichten Schrei unterdrückte.
Dann ſetzte der Freund ſich an Ralphs Seite und während er die Taſſe Kaffe, die Eva ihm reichte, trank,
hatte ſie Muße ihn zu betrachten. Es lag nichts An⸗
ziehendes in ſeinem Aeußern, ſeine Züge waren ſogar hart und abſchreckend zu nennen durch eine gewiſſe Strenge und Starrheit, die ihnen eigen waren, nur die großen blauen Augen milderten etwas dieſen Eindruck und aus
ihnen leuchtete eine Fülle von Güte und Seele. Die Geſtalt war klein und gedrungen, ganz darauf angelegt,
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