Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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tief, und ſie iſt nicht einmal hübſch, aber die vornehmen Damen brauchen gar nicht hübſch zu ſein, man iſt doch ſo höflich und ergeben gegen ſie.

Wenn die Schönheit vornehm machte, ſagte Ralph lächelnd, dann wäre meine Eva wenigſtens eine Fürſtin; Du biſt ſchöner, als alle dieſe Damen und glaube nur manche von dieſen, die hier vorüber gehen und ſo ehr⸗ erbietig gegrüßt werden, möchten gern Deine Jugend und Schönheit eintauſchen gegen all' ihren Reichthum und Rang, der oft mehr eine Laſt als eine Freude iſt.

Ach, Du ſprichſt im Spaß, ſagte Eva lachend, ich glaube nicht, daß auch nur Eine ſo thöricht ſein könnte. Mutter Anna war indeß ſchweigend neben ihnen gegangen und ihre Blicke hatten die vielen vornehmen geputzten Leute mit einem Ausdruck von Verachtung und Widerwillen betrachtet.

Laß uns nach Hauſe gehen, Schwiegerſohn, ſagte ſie dann, ich halte es nicht länger aus unter dieſen Narren und Närrinnen umher zu gehen, die einander Geſichter ſchneiden, als wollten ſie vor lauter Glück vergehen und ſich anbeten, wie die Heiden ihre hölzernen Götzen. Kei⸗ ner von ihnen denkt daran, daß er hier in Gottes ſchö⸗ ner, freier Luft ſich befindet und ſpazieren geht, Jeder iſt nur gekommen, um zu ſehen und geſehen zu werden. Das iſt widerlich anzuſehen, lauter ſolche leere, nichts⸗

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