Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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die leiſeſte Andeutung, das kleinſte Zeichen von Mißbe⸗ hagen dieß Gefühl.

Oft machten ſie zuſammen kleine Spaziergänge hin⸗ aus in den Thiergarten, den einzigen ſchattenreichen und anmuthigen Spaziergang der Berliner, und bei dem Grün der Bäume, dem Zwitſchern der hie und da, wenn auch ſelten, in den Zweigen ſich wiegenden Vögel erheiterte ſich ihr Geſicht und glänzten ihre Augen in Freude. Es war ihr großes Vergnügen, vor dem kleinen Teiche mit Goldfiſchen zu ſtehen und von dem zu dieſem Zweck mitgebrachten Brod einzelne Brocken in das Waſſer zu werfen, und ſie lachte ganz herzlich, wenn die kleinen glänzenden Fiſche dann heran geſchwommen kamen, um den herrlichen Biſſen begierig aufzuſchnappen.

Nur Kinder und alte Leute, ſagte ſie, verſtehen es mit der Natur und mit Thieren umzugehen, und ſich damit zu freuen, Ihr jungen Leute ſeid noch viel zu be⸗ fangen in Eurem eignen Leben, um ſo ein Leben außer Euch recht verſtehen zu können. Wenn man aber die Eitelkeit der Jugend und die Neugierde Menſchen zu ſehen, abgelegt hat, dann erſt iſt man ſo klug, ſich mit der Natur und den Thieren freuen zu können.

Der Ton, mit dem ſie ſo ſprach, war weniger freund⸗ lich, wie gewöhnlich, und ihr Auge ſchweifte mit einem unwilligen Blick nach Eva hin, die, ohne den Teich mit den Fiſchen, oder das Grün der Baͤume zu beachten, den