regung aber, in welcher er ſich befand, fühlte er
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ſacher; bis zum Wagen waren kaum fünfzig Schritte, und hatte er dieſen erreicht, dann war er vor der Hand geborgen, denn bei der Dunkel⸗ heit und in dem großen, dichten Walde war es nicht ſo leicht, ihn zu verfolgen.
Muthig hob er Lillys ſchlanke, leichte Geſtalt in ſeine Arme und beſtieg die Strickleiter.
Es war eine finſtere, unfreundliche Nacht, der Sturm brauſte in den hohen Wipfeln der Bäume mit grauſigem Donner, der Regen peitſchte die Fenſter und näßte die Strickleiter, daß es doppelt ſchwierig war, auf ihr hinabzuklimmen.
Feſt umklammert von Lilly, deren lauten, hef⸗ tigen Herzſchlag er an ſeiner Bruſt fühlte, ſtieg er vorſichtig Stufe nach Stufe hinab. Schon hatte er die Hälfte faſt erreicht, als ſein Fuß von den naſſen Schnüren abglitt; mit dem einen freien Arme ſuchte er ſich zu halten,— umſonſt! ſie ſtürzten. Zugleich ertönte ein Schuß; ein einziger gellender Schrei— ſie lagen am Boden und Bonners fühlte ſich von Blut übergoſſen. Bei dem Fallen war eine von Bonners Piſtolen los⸗ gegangen. Wer war getroffen? War es Lilly, war er es? Er wußte es nicht. In der Auf⸗
keine Schmerzen. Noch immer hielt er Lilly um⸗
fangen. Sie regte ſich nicht. „Lilly, lebſt Du? lebſt Du?!“ fragte er angſt⸗
voll, nicht bedenkend, daß ſie ihm keine Antwort 12


