Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 3. Band (1860)
Entstehung
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Gleich einem Balcon ſchwebte dieſe Felsklippe, nur an der einen Seite mit dem Felſen verbun⸗ den, über der Tiefe, lang und ſchmal, auf allen Seiten eine jäh hinabſteigende Felswand. Jeder Fehltritt, jeder Schwindel mußte unvermeidlichen Tod bringen, und vielleicht war es gerade das Schwindelnde und Gefährliche dieſes Platzes, was Blackwell anzog.

Mit verſchränkten Armen lehnte er an der hinteren Felswand und blickte mit einem eigenen Lächeln in die Tiefe.

Die wilde Natur umher ſchien ſein Gemüth zu beruhigen, die Einſamkeit that ſeinem Herzen wohl, und ſchon begann er einen Vorſchmack der Seligkeit zu empfinden, welche das ſtille, friedliche Naturleben ihm zu gewähren vielleicht im Stande war. Nie hatte er ſich ſo leicht und frei gefühlt, ſo glücklich und geſichert.

Er ſchauderte, wenn er der Vergangenheit ge⸗ dachte, und wenn vor ſeiner Seele das ironiſche, lächelnde Angeſicht Harrick's emportauchte, fühlte er einen tiefen Haß gegen den, den er jetzt ſeinen Verderber nannte.

Schritte ertönten jetzt ganz in ſeiner Nähe; er wandte den Kopf, und ein Schrei des Ent⸗ ſſetzens tönte von ſeinen Lippen; Harrick mit

ſeinem gewöhnlichen kalten, ſpottenden Lächeln ſtand vor ihm. Eiinne unnennbare Wuth erfaßte Edgins Seele, Bonners. III. 2