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Zehntauſend Pfund! Dies war gerade die Summe, die er Jſabellens Vater in jener Nacht entwendete!
Abermals war der Wucherer um ſein Geld betrogen, und ſah ſich nach ſo vielen Anſtrengun⸗ gen wieder zu der Nothwendigkeit neuer Beſtre⸗ bungen genöthigt!
Er hatte es bis jetzt ſorgſam vermieden, Er⸗ gin von jenem Raube, den er an dem Vater ſei⸗ nes Weibes begangen, zu ſagen, weil er es gern vermied, Jemand ohne Grund zu reizen und wi⸗ der ſich einzunehmen, und um ſo mehr konnte er nun ſeinen Verluſt vor Blackwell verſchweigen.
Ich habe mich als ein Schulknabe betragen und nicht als ein Mann, ſagte er zu ſich ſelbſt, und ich möchte nicht, daß irgend ein menſchliches Auge meine Beſchämung und meine Wuth über mich ſelbſt gewahrte. Es wird alſo beſſer ſein, dieſe Giftpille in aller Stille zu verſchlucken, und auf ein Antidotum zu ſinnen. Aber iſt es nicht ſchon erſonnen, iſt es nicht ſchon reif in dieſem meinem erfinderiſchen Kopfe, hängt nicht die lockende Frucht ſchon da, und ich darf nur die Hand ausſtrecken, um ſie zu pflücken? Ja, jetzt muß ein entſcheidender Schritt geſchehen, und das ſogleich!
Er ging in das gemeinſchaftliche Wohnzimmer, wo er Jſabellen in Thränen, Blackwell mit ver⸗ drießlichem Geſichte in einem Buche leſend fand,
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