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„Beſſer wär's noch, ich könnte dieſen Draht hier abſchneiden, murmelte er leiſe; dann iſt ſie tonlos. Ah, da liegt eine große Gihesree— Er durchſchnitt mit ihr den Draht.
„So, die Gefahr iſt abgeſchnitten, und jetzt zu meinem Privatgeſchäft!“
Er ſchlich ganz nahe zu dem Bette des Schla⸗ fenden, und neigte ſich über ihn, ſeinen Athem bewachend.
„Der iſt gleichmäßig und feſt, er wird nicht erwachen!“ flüſterte er leiſe lachend.
Wie zur Probe rückte er an dem Kopfkiſſen,— der Alte ſchlief ruhig fort.
„Es geht, es geht!“
Mit einem ſchnellen Griffe fuhr ſeine Rechte unter das Kiſſen, und kam mit einem Päckchen Papier wieder zum Vorſcheine. Er verbarg dies raſch in ſeiner Bruſt, und flüſterte:„So, dies Geſchäft iſt gethan! Sir Carlis, ich danke Ihnen! Schlafe, ſchlafe, mein alter Fuchs, ſo lange Du kannſt, Du wirſt ſo ruhig nicht wieder ſchlafen!“
Mit einem dämoniſchen Ausdrucke des Haſſes und der Schadenfreude blickte er noch einmal auf den ſchlummernden Alten, nahm dann die Blend⸗ laterne und verließ das Zimmer.
Unten an der Treppe fand er Edgin.
„Wo iſt Iſabella?“ fragte Harrick.
„Sie iſt zu ihrer alten Dienerin hineingegan⸗ gen, ihr Lebewohl zu ſagen!?“
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