Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 2. Band (1860)
Entstehung
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vernünftigen Schlöſſer, und wäre an Iſabellens

Thür kein künſtliches Schloß, ſo würde er auch

da uns einlaſſen. Da, jetzt iſt die Thür offen,

nun vorwärts! 3

Mit der größten Ruhe und Kaltblütigkeit ſchritt Harrick weiter, Blackwell folgte ihm mit hoch⸗

pochendem Herzen.

Biſt Du da, Edgin? erklang eine flüſternde Stimme von einer der Thüren her.

Aha, hier iſt Dein Engel! ſagte Harrick; und hier an dieſer Seite iſt alſo der meine! Komm jetzt!

Er verhüllte die Laterne ſo, daß ſie nur einen matten Schein warf, und öffnete mit einem ra⸗ ſchen Drucke die Thür. Lautes Schnarchen tönte ihm entgegen.

Der ſchläft wie ein Bär, ſagte Harrick leiſe lachend.O, ich verſtehe, mich darauf, einen Schlaftrunk zu brauen! Wetter, was wird der alte Fuchs für Augen machen, wenn er aus ſeinen paradieſiſchen Träumen erwacht! Sieh, da liegt der Schlüſſel! Jetzt ſchnell fort, Edgin, und ſo⸗ bald Du Dein Liebchen befreit, eile ſogleich mit ihr von dannen. Vor der Hausthür erwartet mich!

Blackwell entfernte ſich, und Harrick war mit

dem tiefſchlafenden Alten allein. Er ſetzte ſeine

Blendlaterne auf den Fußboden, und auf einen Stuhl ſteigend umwickelte er raſch mit einem Tuche die gefährliche Glocke.