„Nein, an Charles Santöme.“
„So wollt Ihr den Namen Eures Vaters nicht wieder annehmen?“
„Nein, es gab auf Erden nur einen Men⸗ ſchen, der mich liebte und mir wohlgethan, und dieſer hieß Santöme. Er war mein Vater und Freund, und machte mich zu ſeinem Sohne.“
„Er lebt nicht mehr?“
„Nein, Brigitte! Ich ſtehe ganz allein auf der Welt!“
Nach wenigen Stunden verließ der verwaiſete Sohn das Haus, um ſeine Reiſe anzutreten. Auf der Straße ſtand er ſtill und blickte noch einmal rückwärts, und ein herber Ausdruck durchflog ſein Angeſicht, als er ſich erinnerte, mit welcher Freude er dieſes kleine, finſtere Gebäude wenige Tage zu⸗ vor begrüßt hatte. Und jetzt abermals, wie vor achtzehn Jahren, ſtand er da, ein Heimathloſer und Verbannter, und wieder war es ſein Vater, der ihn hinaustrieb zum ruheloſen Wanderleben.
Der Sohn hüllte ſich feſter in ſeinen Mantel, und ging, den Racheſchwur zu erfüllen, den er dem ſterbenden Vater geleiſtet.


