Teil eines Werkes 
7. Theil, Bonners oder Geschichte eines Millionärs : 2. Band (1860)
Entstehung
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führer, und zerraufte ſich ſein Haar. Und erſt nach vielen Stunden ward er wieder ruhig ge⸗ nug, um mir zu erzählen, was ihm widerfahren ſei. Erſt einige Tage vorher hatte der Herr all ſein Geld gegen Bankſcheine eingelöſt, weil ſie ſehr niedrig damals ſtanden, und er hatte dieſe, in ein Packet gebunden, unter ſein Kopfkiſſen ge⸗ legt. Dies Packet war ihm geraubt und ſtatt deſſen lag ein kleiner Zettel da, darauf ſtand ge⸗ ſchrieben:Lebewohl und Gruß von Eurem Schwiegerſohne Blackwell!

Nun ließ der Herr die Polizei rufen, verſprach große Summen, wenn ihm der Dieb ausgeliefert ſei, Steckbriefe ſtanden in allen Zeitungen, Alles umſonſt! Nirgends war eine Spur aufzuſin⸗ den, und ſo ſah ſich der alte Herr nun auf einen ganz kleinen Theil ſeines Vermögens heruntergebracht, der gerade nur zum Lebensunterhalt ausreichte.

Aber von dieſer Zeit an kränkelte er, und ſo geſund wie er ſonſt geweſen, ſo leidend ward er nun. Ich merkte es wohl, der Kummer und die Wuth, den Verbrecher nicht ſtrafen zu können, nagten an ſeinem Leben und ließen ihm keine Stunde Ruhe. Nun, jetzt hat er Ruhe gefunden! Friede ſei mit ſeiner Aſche!

Amen! ſagte der Sohn tiefbewegt, und eine Zeit lang ſchwiegen Beide. Dann fragte Charles: Und von Jſabellen habt Ihr niemals wieder Kunde bekommen?