Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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In den Familienhäuſern.

Nichts hatte ſich geändert in den Verhältniſſen unſerer Freunde in den Familienhänſern. Sie wohn⸗ ten noch Alle mitſammen in friedlicher Gemeinſchaft, in troſtreicher Nähe; ihre Leiden und Entbehrungen waren dieſelben, aber auch ihre Freuden und Ge⸗ nüſſe; nur der Arme kann der Freund des Armen ſein, denn nur Er kennt und verſteht dieſes Heer der Freuden und Genüſſe zu würdigen, an denen der Neiche achtlos und verächtlich vorübergehen würde.

Dem Reichen, ſagte die Baronin, gehören die Roſen und die prachtvollen Lilien, dem Armen die Veilchen und die duftenden Blumen der Wieſe, welche der Reiche als Unkraut zertritt unter ſeinem achtloſen Fuß. Wer aber will ſagen, daß ein Un⸗ krautsblümchen minder ſchön ſei als die ſtolze Roſe, und wer möchte behaupten, daß die Freuden der Armen minder eeutenennd inhaltsreich, nur weil ſie äußerlich kleiner und un ſcheinbarer, als die prun⸗ kenden Freuden der Reichen? Der Reiche iſt ein Selave der Verhältniſſe und des Herkommens, der