Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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geben um Deinetwillen, meine Ehre ſelbſt und mei⸗ nen Namen! Was kümmert mich die Welt, wenn ich Dich in meinen Armen halte, was kümmert mich die Achtung der Menſchen, wenn ich glückestrunken Dir in's Auge ſchaue, und es fühle, und es weiß, daß Du Mein biſt, Mein für alle Ewigkeit! Ach, unaufhaltſam eilt die Zeit vorwärts, und der lang⸗ ſam fortrückende Zeiger der Uhr ſagt mir, daß nur noch eine Stunde Friſt mir vom Schickſal gegönnt iſt. Eine Stunde, Julia, hörſt Du es? Biſt Du ein Dämon, ſo komm und führe mich von hinnen, biſt Du aber ein Engel, ſo ſtille dieſe Schmerzen, welche in meinem Buſen toben, ſo gieb, daß ich freu⸗ dig das Opfer bringe, welches Du mir auferlegt. Nein, nein, ich will es, ich kann es nicht bringen, dieſes Opfer, ich will nur Dich, nur das Glück an Deinem Buſen, und müßte ich es mit meiner Selig⸗

keit erkaufen. Ach Julia, wo biſt Du, Julia, warum

haſt Du mich verlaſſen!. 4 Und wie er unter ſtrömenden Thränen, zitternd in fieberiſcher Aufregung ſo ſprach, klopfte es plötz⸗ lich ſtürmiſch an ſeine verſchloſſene Thür, und der Bediente rief ihm zu, daß draußen ein Mann ſei, der ihn dringend zu⸗ ſprechen wünſche.

Ich kann jetzt Niemand ſehen, ich will Niemand ſprechen, ſagte Alfred ganz erſchöpft.

Er ſagt, er komme wegen der Anzeige im Intelli⸗ genzblatt.

Alfred ſtürzte zur Thür und öffnete ſie mit einem Schrei des Entzückens.

Wo iſt der Mann? Schnell, ſchnell führe ihn zu mir!

Hier iſt er, gnädiger Herr!. Herein trat Chriſtian, Alfred mit ſtummem Kopfnicken begrüßend, und dann mit ſeinen kleinen,

ſchielenden Augen im Zimmer forſchend umherſehend.

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