Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Die Flüchtige.

Das Opfer war alſo gebracht, die Thür war hinter ihr in's Schloß gefallen, und auf's Neue ver⸗ waiſt, ſchutzlos und ohne Obdach, war Julia hinaus⸗ getreten auf die Straße. Mit einem troſtloſen Blick ſchaute ſie zum Himmel empor, er war mit ſchwar⸗ zen, finſtern Wolken behangen, und Julia dachte ganz träumeriſch: meine Sonne iſt für immer hinab⸗ gegangen, der letzte Schimmer meines Glückes iſt unter dieſen Wolken begraben.

Sie weinte nicht, ihr Antlitz war ruhig und leuchtend in heldenmüthiger Entſchloſſenheit. Sie blickte nur forſchend und fragend umher, wie Jemand, der ſich verirrt auf ſeinem Wege und ſpähend um⸗ herſieht nach der rechten Straße.

Nun, jeder Weg iſt gleich und führt zum Ziel, flüſterte ſie, was liegt daran, wohin ich komme, nur daß ich überhaupt fortgehe, iſt nothwendig.

Sie wandte ſich entſchloſſen nach der Straße zu

und ging die Allee hinab, welche die Potsdamerſtraße

entlang nach Schöneberg führt. Hinter mir liegt die Stadt, dachte ſie, alſo werde