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Die Geſchwiſter.
Vergebens hatte Eduard ſeit acht Tagen jeden Mor⸗ gen ſeine Schweſter erwartet, daß ſie in gewohnter Weiſe komme, ihm ſeinen Haushalt zu beſtellen und eine ſchöne und erquickliche Stunde an ſeiner Seite zu verplaudern. Amalie war nicht gekommen, und dieſe acht Tage, in welchen er ſie nicht geſehen, dünk⸗ ten Eduard eine Ewigkeit, eine unerträgliche Leere! Was konnte es ſein, das ſie verhinderte, ihm ihr Wort zu halten, war es möglich, daß ihr Herz wirklich ihm erkaltet und ihrem Gatten in alleiniger Liebe ſich zu⸗ gewandt habe? Drei lange, troſtloſe Tage quälte ſich Eduard mit dieſer Frage, die ihn raſend machte vor Zorn und unendlicher Liebe, aber am vierten Tage kam Frau Winkler und reichte ihm mit freudeſtrahlen⸗ dem Angeſicht einen Blumenſtrauß dar. 3 Eduard riß ihn mit einem Ausruf des Entzückens aus ihrer Hand und drückte ihn mit einem Gefühl des unausſprechlichſten Glückes an ſeine Lippen. Ja, er fühlte es an der Seligkeit, die ſeine Bruſt erfüllte, an dem ſtürmiſchen Klopfen ſeines Herzens, an der 1*


