noch paſſabel dumm und ſchlecht auf Erden ausſieht
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und wir Beide doch wohl gern noch etwas davon erleben möchten.
Lornſen ſchüttelte leiſe lächelnd den Kopf.
Sagen Sie mir aufrichtig, wie lange ich noch leben kann, ſagte er.
Freund, erwiderte Lepreux, indem er die Hand des Kranken faßte, nach meinen Berechnungen bin ich überhaupt erſtaunt, Sie noch leben zu ſehen.
Weil ich will, rief Lornſen. Ja, weil ich will! wiederholte er mit großer Kraft, indem er den Blick in die Ferne richtete. 3
Es iſt mit dem Menſchen, ſprach der Arzt, wie mit einer Lampe, die das Oel, das ihre Flamme nährte, bis auf den letzten Tropfen verzehrt. 1
So iſt es mit mir, antwortete Lornſen leiſe vor ſich hin.
Ihr Lebensöl iſt aufgezehrt, fuhr Lepreux fort, und nur wenn es gelänge, es zu erſetzen, könnte ich hoffen, daß Sie uns erhalten bleiben.
Und doch fühle ich mich heut viel kräftiger und freier, ſagte Lornſen. Selbſt meine Stimme iſt ſtär⸗ ker. Zweimal bin ich auf den Hügel geſtiegen, um auf die Genfer Straße hinab zu ſehen.
Was trieb Sie dazu? fragte der Arzt.


