Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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großer Bewegung ihm die Hände reichte und zu ihm ſprach.

Menſchen ſammelten ſich um die ungewöhnliche Gruppe und hefteten ihre neugierigen Blicke auf ſie. Sie müſſen von der Seereiſe angegriffen ſein, Frau von Branden, ſagte Lornſen, laſſen Sie uns gehen und Ihr Hotel aufſuchen.

Seit wie lange verweilen Sie hier? fragte Lina.

Seit zwei Monaten, erwiderte er. Ich habe bis⸗ her in Braſilien gelebt. Das Klima erſchöpfte mich, die Aerzte haben mir Marſeille angerathen.

Und wo wo wohnen Sie?

Dort hinter dem Felſen an der Bai liegt eine kleine Baſtide, in der ich mich eingemiethet habe.

Ich bin nicht müde, rief Lina, aber die Straßen dieſer Stadt ſind heiß und dunſtig. Sie ſollen uns nicht hineinbegleiten. Ich will mit Ihnen gehen, während Branden in unſerem Gaſthofe das Nöthige für unſere Einrichtung anordnet und dann Ihr Aſyl aufſucht. Willſt Du, lieber Branden?

Der glückliche Kammerherr raffte Mappen und Regenſchirm auf und ſagte zufrieden wie immer: Gern, liebe Lina. Ich werde mein Beſtes thun; ich verſtehe mich auf ſolche Affairen. Sie glauben nicht, Lornſen, was wir in den paar Jahren geſehen ha⸗

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