Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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Ja, Vater, ich muß. Ich gehe nach Rio, um dort zu leben, bis ich wiederkommen darf.

Der alte Mann legte beide Hände auf ſeines Sohnes Schultern. Er blickte ihm in das kranke Geſicht, ſeine harten Züge verloren die gewohnte Faſſung. Segnend berührte er ſeine Stirn; Jens drückte den Kopf mit einem tiefen Seufzer in die väterlichen Arme, laut weinend hielt die Mutter ſich an ihm feſt.

19.

Fünf Jahre waren vergangen, als im Spätſom⸗ mer 1837 am Hafen von Marſeille ein Mann un⸗ ter einem der breitblättrigen Ahornbäume auf der Promenade ſaß, welcher nachſinnend auf das Ge⸗ wühl der Menſchen und Schiffe ſchaute. Der Wind wehte kühlend in die herrliche Bai. Die tiefblauen Wellen des Mittelmeeres warfen ihre ſchäumigen Köpfe auf die Felſen des Forts St. Jean; ein ſüßer Duft von Lavendel, Roſen, Myrthen und Rosmarin