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Seid wach und gerüſtet und ſcheut keine Opfer. Laßt mein Beiſpiel Euch eine Lehre ſein, daß es beſſer werden muß mit Euch.
Einige Wochen lang lebte Lornſen ſtill in Silt im Hauſe ſeiner Eltern, und wie er ſeine Zeit zwi⸗ ſchen Beſuchen und Arbeiten theilte, thätig in freier Luft war und größere Ruhe und freudigere Stim⸗ mung auf ſeine Geſundheit wohlthätig einzuwirken begannen, gaben ſeine Freunde ſich der Hoffnung hin, er werde den Gedanken, das Land zu verlaſſen, aufgeben und ſich in den engen Kreis ſeiner Häus⸗ lichkeit einleben.
Nach einiger Zeit aber kehrten die melancholiſchen Tage zurück, die den kranken Mann plagten. Er konnte lange Stunden bei Hanna Hilgen ſitzen, ihren Knaben auf ſeinen Knieen halten und dem Geſpräch und Geplauder zuhören, obwohl es gewiß war, daß er keinen Antheil daran nahm. Oft fand man ihn auch in den Dünen allein, auf einer der hohen Spitzen ſitzend und in die öden Thäler des Flugſandes nie⸗ derſchauend, der geräuſchlos vor ihm hinrieſelte. Es war vergebens, daß der alte Pfarrer von Morſum dann und wann ſeinen neckenden Ton anſchlug, der früher Lornſen immer zu Scherz und Lachen angeregt. Die Saite war zerſprungen, welche ehemals dabei


