4— 20— begleitete, hätte er Lina erwürgen mögen, während er pflichtmäßig mit lachte und Beifall klatſchte.
Gut vorgetragen, rief der König, Sie wiſſen der Narrheit Humor zu geben, Baroneſſe Hammer⸗
ſteen. Wenn der plattköpfige Burſche zugegen wäre,
der dieſen Unſinn aufs Papier brachte, er würde wenigſtens eingeſtehen müſſen, daß Sie Alles thaten, um ihn erträglich zu machen. Aber mit dieſer Fa⸗ ſelei retten Sie den Sieg nicht. Wählen Sie Etwas, das würdiger iſt, ihn auszufechten.
Ich ziehe es vor, Majeſtät, erwiederte Lina, erſt zu hören, was von der andern Seite gegeben wird und glaube kaum, daß es Beſſeres ſein wird.
Der König blickte Lornſen an, der in dem Buche blätterte, und jetzt mit ſeiner vollen klingenden Stimme zu leſen begann. Es waren die Harzlieder von Heine. Er las ſie mit inniger Freude an dem Zauber dieſer reizenden Idylle, deren geheimnißvolle Süße tief in ſein eigenes Herz griff. Kein Laut unterbrach ihn, man hörte aufmerkſam und ernſthaft zu. Der alte König neigte ſein Ohr, ein wohlgefälliges mildes Lächeln bezeugte ſeine Zufriedenheit. 3
Leſen Sie weiter, ſagte er, als das erſte Lied beendigt war, und Lornſen las die drei Gedichte, während der König ihn betrachtete und genau an⸗


