Teil eines Werkes 
2. Theil (1858)
Entstehung
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in Föhr oder Silt zu leben, um mit dem Glanze ihrer Namen uns Gäſte hinzuziehen.

Das läßt ſich hören, gab der Prinz lebhaft zu⸗ rück. Ich habe Luſt, es ſelbſt zu verſuchen, darin aber haben Sie Recht, es muß mehr für die Her⸗ zogthümer geſchehen. Ich liebe ſie, es ſind ſchöne, reiche Länder und obwohl ich ein Däne bin, ganz ein Däne! ſo will ich die Wahrheit doch niemals verdunkeln.

Lornſen's Blicke waren voll Dank und Freude. Prinz Chriſtian reichte ihm die Hand und ſagte warm und gütig: Sie haben mit Ihrer ausgezeich⸗ neten Darſtellung der Verhältniſſe mich wahrhaft erfreut. Sie haben offen geſprochen, wie es einem Manne von Herz und Kopf ziemt, das Vaterland bedarf ſolcher Männer. Was Sie ſagen, iſt mit ge⸗ wichtigen Gründen unterſtützt, mit hiſtoriſchen Be⸗ legen und Jahreszahlen, die ſich nicht ſchlagen laſſen. Verfälſchen läßt ſich ſo etwas nicht; die Geſchichte giebt den Herzogthümern ein Staatsrecht, worauf ſie bauen können. Aber auch darin haben Sie Recht, Herr Lornſen: das geſchriebene Recht thut es nicht allein, auch das vernünftige Recht der fortſchreiten⸗ Zeitideen verlangt Anerkennung. Man kann Ueber⸗ lebtes nicht feſthalten, das Begrabene nicht lebendi