Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Eine Wolke ſchwermüthiger ernſter Gedanken la⸗ gerte auf Lornſens Geſicht. Er hatte keine Nachricht von Lina erhalten und viel zu ſtolz, um irgend einen Verſuch zu machen, durch ſeine Annä erung auf ihre Entſchlüſſe einzuwirken, hatte er es vorgezogen nichts zu thun, was zwingend für ſie ſein könnte. Die Worte des Barons, daß Lina einem untergeordneten Menſchen ſich niemals leichtſinnig verzetteln könne, hatten ſich ihm wie in Erz eingegraben, denn keinen Augenblick zweifelte er daran, welche Bedeutung ſie haben ſollten. Er war überzeugt, daß der Baron die Scene im Garten geſehen hatte, daß er recht gut wußte, was zwiſchen ihm und Ling vorgefallen war; doch ſtatt zürnend zwiſchen zu treten, zog er ſtaats⸗ kluge Vater es vor, in ſeiner Weiſe die Karten zu miſchen.

Sie ſoll nichts bereuen, murmelte Jens zum tau⸗ ſendſten Male düſter vor ſich hin, als er vor der Thür des Barons ſtand; dann wiſchte er den Ernſt von ſeiner Stirn und als er bei einem der großen Wandſpiegel vorüber ging, lachte er über ſeine treff⸗ liche diplomatiſche Vervollkommnung, denn er ſah in der That heiter und unbefangen aus, während ſein Herz in heftigen Schlägen pochte.

Der große Wagen des Staatsraths ſtand ange⸗