Teil eines Werkes 
1. Theil (1858)
Entstehung
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Die Spanne Zeit, die uns gegeben iſt, ſollte eigentlich keine Furcht vor der Möglichkeit einer Abkürzung auf⸗ kommen laſſen.

Er hatte dem Fräulein die Hand geboten, die ſie annahm und ſich willig bis auf den äußerſten Stein führen ließ. Da ſtanden ſie Beide dicht an dem ſenk⸗ rechten Abgrund und hinter ihnen hielt der alte Herr den Athem an und ſtampfte nur leiſe mit dem Stocke auf den Boden, aus Furcht, ſein Schelten und ſeine Heftigkeit könnten ein Unglück herbeiführen. Der ſchöne ſtolze Mann mit dem kühnen Geſicht ſtreckte den Arm aus und wies auf die abgeſchliffenen Felſenlager, welche auf eine halbe Meile weit in mächtigen Riffen um die rothe Klippe liegen. Sie fragen mich, ſagte er, was ich mit dem Vergleich über die Nichtigkeit der Größe und des Glücks des Volkes meine, das einſt hier wohnte? Sehen Sie dieſe Inſel, die einſt ſo groß war, daß fünfzig Dörfer darauf ſtanden. Nichts iſt von ihr geblieben, als dieſer kleine tief unterwaſchene Berg, der langſam zuſammenſtürzen

und verſchwinden wird. Dort hinter uns aber, weit

am ganzen Saume des Horizonts der deutſchen Küſte,

hat vor wenigen hundert Jahren noch ein freies und edles Volk gelebt. Sein Land iſt von den Fluthen ver⸗

ſchlungen worden, ſeine Freiheit iſt verloren gegangen

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