„Mit Suſetten?“
„Nicht doch, Du liebes Gänschen! Suſette liegt Herz an Herz mit ihrem Ludwig.“
„Aber, Seehauſen!“ rief die hübſche Frau, was ſind das für Poſſen!“
„Luſtige Poſſen, nicht wahr? Das ganze Leben iſt ein Poſſenſpiel, doch ich ſehe, Du liebſt den Spaß nicht und wirſt ernſthaft dabei. Nun denn, mein Engel, Reichenbach hat ſich aufgehängt, die geiſtreiche Frau kann wieder in ein Ladenge⸗ ſchäft gehen. Richard heirathet das Fräulein Chriſtine von Feldheim, der tugendhafte Doctor nimmt Suſetten, die Tante und ihr Geld dazu, den ganzen Trödel. Da haſt Du den Spaß. Was aber mich betrifft, theuerſte Flora, ſo ſei ohne Sorge, ich gehe nicht von Dir. Leben iſt die Hauptſache, Engell allein die Luft ſagt uns beiden hier nicht länger zu. Deine Bruſt iſt ſchwach, ſehr ſchwach.“
Schwach? nein!“ ſagte ſie verwirrt.
„Schwach, erbärmlich ſchwach würde ſie ſein, wenn Du vier oder fünf Treppen hoch ſteigen ſollteſt in eine Dach⸗ kammer, und Deine Augen, mein Mäuschen, Deine ſchö⸗ nen Augen— wenn Du nähen oder waſchen müßteſt bis in die Nacht hinein— was ſollte aus ihnen werden?!“
„Großer Gott! Seehauſen, was iſt geſchehen, was haſt Du gethan?“ flüſterte ſie mit wankenden Knieen und todtenbleich.


