Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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und ſtreckte ihm den mächtigen Kopf entgegen.Sie haben mir allerlei mitzutheilen, ich ſehe es Ihnen an.

Sie haben einen außerordentlichen Blick, die tiefſte Menſchenkenntniß, lächelte Seehauſen.Allerdings iſt Einiges vorgefallen, was tief betrübend iſt. Allein was ſind wir Menſchen! Was wiſſen wir, was in der nächſten Stunde, im nächſten Augenblicke mit uns geſchieht!

Die Frau Commercienräthin deutete dahin, wo Suſette verſchwunden war, und fragte leiſe:Iſt etwas geſchehen, was Suſetten angeht? Iſt ein Unglück geſchehen 24

Ich weiß nicht, erwiderte Seehauſen,ob es ein Un⸗ glück genannt werden kann.

Haben Sie die Obligationen gekauft?

Meine theuerſte Tante, ich habe ſie nicht gekauft, denn ſie ſind eingelöſt worden.

Alſo war's erlogen!

Dieſes wohl nicht, erwiderte er ſanftmüthig;es hat überhaupt mein geliebter Vetter großes Glück zu hoffen; denn er hat Ausſicht, das ganze große Vermögen des Herrn von Feldheim zu erben!

Wiel iſt der Sohn geſtorben? rief die Frau Com⸗ mercienräthin.

Verloren gegangen, ſagte Seehauſen,nicht geſtor⸗ ben. Sterben überhaupt wer ſtirbt gern? Und dennoch muß Jeder an ſeinen Tod denken, obwohl dieſer nichts iſt, als ein etwas zu langer Schlaf. Denn Schlaf und Tod