Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

Jakob Wolf hatte am folgenden Tage wieder einen Be⸗ ſuch des alten Herrn von Feldheim. Der alte Herr ſaß auf dem Leder⸗ Sopha, und der A lgent ſtand vor ihm mit aufgeſträubter Tolle in dienſtfertiger Haltung, die Hände in einander reibend und aufmerkſam hörend, was ihm mit⸗ getheilt wurde.

Herr von Feldheim war in übler Laune. Sein hohles Geſicht wurde dadurch noch ſchärfer und härter, und ſeine langſamen Augen bewegten ſich ein wenig raſcher und leb⸗ hafter. Er hatte dem Agenten erzählt, was ihm geſtern widerfahren, und ſeine langen blutloſen Lippen zitterten über das Aergerniß, während er ſich bemühte, ſo kalt als möglich darüber zu ſprechen. Jakob Wol lf drückte ſein Mit⸗ gefühl durch heftiges Ach hſelzucken und Kopfſchütteln aus, zuletzt aber ſagte er:Es iſt ein unbeſonnener M kenſch, das wird er bleiben, ſo lange er lebt t; aber mit Willen hat er es gewiß nicht gethan, darauf verlaſſen Sie ſich.

Mügge, Verloren und gefunden. II.. 1