Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Eine augenblickliche Stille folgte.Sie ſagten mir, begann Hellmuth dann, vor ſich niederblickend,daß die Dame, von der Sie ſprächen, Ihnen ſo lieb wie Ihr eigenes Kind ſei.

Sie können doch nicht denken, daß ich Suſetten damit gemeint habe! rief die Frau Commercienräthin, gereizt durch den Vorwurf, der in ſeiner Antwort lag.

Ich wurde damit gemeint, Herr Doctor, ſagte Chriſtine.

Er ſtand von dem Stuhle auf wie betäubt und ließ die Arme ſinken; plötzlich aber ging er auf Suſetten zu und nahm ihre Hand. Seine Schüchternheit und Verlegenheit hatte ein Ende. Bleich im Geſicht, doch mit großer Ruhe begann er zu ſprechen:Man will Sie alſo verloben und verheirathen mit einem Manne, den man Ihnen, wie ich vermuthen muß, aufzuzwingen denkt, theure Suſette. Sie werden ſich nicht fügen. Erklären Sie das Ihrer Tante, ſagen Sie ihr, daß Sie nicht wollen.

Warum ſind Sie hierher gekommen, trotz Ihres Ver⸗ ſprechens? antwortete Suſette.

Ich bin gekommen, weil Ihre Tante mich zu ſich be⸗ ſchied. Jetzt ſehe ich, in welcher Abſicht es geſchah.

Die Frau Commercienräthin hörte voller Erſtaunen zu. Nun aber richtete ſie ſich auf, das Raubvogelgeſicht ſchien aufzuſchwellen, und die runden Augen bekamen den