Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Es gibt manche ſehr nobel eingerichtete Aerzte, lächelte der Doctor, ſeine Hände ängſtlich reibend,welche dennoch keine Patienten haben.

Dafür muß Ihre Frau ſorgen, fiel ſie ein.Die Frau muß von guter Familie ſein, oder ſie muß mit Fa⸗ milien bekannt ſein, die im Stande ſind, ihren Mann zu empfehlen. Sie muß Freunde haben, die zu noblen Krei⸗ ſen gehören; was meinen Sie alſo, Ludwig, zu einer ſol⸗ chen Frau?

O, ich denke ich meine es wäre wirklich wohl zu bedenken, ſagte er.

Und wenn ich eine ſolche Frau für Sie wüßte? Nehmen Sie an, ich wüßte eine.

Ich würde er fing gewaltſam an zu lachen und ſah ſcheu umherSie wollen mit mir ſcherzen, und ich bedanke mich.

Sagen Sie es gerade heraus, rief die Frau Com⸗ mercienräthin,würden Sie eine Frau aus meiner Hand nehmen, die ich für Sie ausgeſucht habe?

Ich o, ich! Sie wollten... Ein Gedanke lief plötzlich durch ſeinen Kopf, und wie ein Funke, der eine plötzliche Feuersbrunſt verurſacht, ſetzte er ſein Blut in Flammen. Seinen ernſten Augen verloren ihren ſchwer⸗ wüthigen Ausdruck, ſein bleiches Geſicht färbte ſich, mit den Blicken eines auf Glück Hoffenden forſchte er in den

Mienen ſeiner Gönnerin, was Täuſchung, was Wahrheit