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Täuschung und Wahrheit : eine Geschichte aus dem Leben / von Th. Mügge
Entstehung
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Ich weiß Niemanden, den ich beläſtigen möchte, erwiederte ſie.

Das iſt nicht recht von Dir, Julie, fiel Frohlieb ein.Meine Eltern werden Dich ſchirmen, und ich über⸗ nehme Alles, was hier zu thun übrig bleibt.

Der Präſident blickte ihn wohlwollend an.Das iſt edel, ſagte er.Fräulein Hartfeld darf Ihre Hülfe nicht ausſchlagen, welche ohne Zweifel berechtigt iſt.

Als Verwandter, als Freund und als Dein Verlobter! ſagte Wilhelm, indem er den Arm um Julie legte und ihre Hand an ſein Herz drückte.

Sein Geſicht ſah ſchön und ſtolz aus; in ſeinen Augen lag die feſte männliche Ruhe und Entſchloſſenheit. Als er ſeinen Namen genannt hatte, ſagte der Präſident:Ihr Benehmen erfordert meine volle Hochachtung. Führen Sie Fräulein Hartfeld ſogleich fort, Herr Frohlieb, ich werde warten, bis Sie wiederkommen, dann mit Ihnen gemeinſam weiter verabreden, was geſchehen muß. Laſſen Sie alle Gäſte abweiſen. Der Kriegsrath iſt gefährlich erkrankt; wir müſſen die öffentliche Meinung vorbereiten. Eilen Sie ſchnell! Fort, fort!

Wilhelm nahm Julien's Mantel, der in dem Zimmer lag, und deckte ihn über ihre Schultern, dann holte er ihren Hut, welcher an einem Spiegelpfeiler hing. Ohne Zögern löſte er den Roſenkranz aus ihrem Haar und warf ihn von