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ſein kann. Es iſt jedoch Befehl des Herrn Miniſters, Alles, was Ihnen gehört und was Sie als Ihr Eigen⸗ thum bezeichnen, auszunehmen.“
„Es gehört mir nichts,“ ſagte Julie.
„Haben Sie kein mütterliches Vermögen?“
„Einige tauſend Thaler, allein ich mache keine An⸗ ſprüche darauf.“.
Der Präſident blickte ſie gerührt an.„Das dürfen Sie nicht thun,“ ſagte er,„Sie müſſen dies Geld recla⸗ miren und werden es zurück erhalten, wenn Sie die Gnade des Königs anrufen.“ 3
„Ich werde keine Gnade anrufen,“ erwiederte Julie demüthig.„Mein unglücklicher Vater hat ſchwer geſündigt, doch ſein Kind ſoll ihn niemals anklagen. Wollte Gott! ich vermöchte Alles zu erſetzen.“
„Wir wollen das ſpäter ruhiger überlegen,“ ſagte der Präſident.„Benehmen Sie ſich klug und vorſichtig, ſo kann Vieles unterdrückt werden, die Wahrheit wenig⸗ ſtens nicht ohne Zweifel unter das große Publikum kommen, und das wünſchen wir Alle. Die Leiche des unglücklichen Mannes muß bei Nacht abgeholt werden. Sie müſſen dazu Anſtalten treffen; überhaupt wäre es gut, wenn ein Freund für Sie handelte und Sie eine Familie fänden, die Sie aufnähme und ſchützte.“


