Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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entfliehen die Sorgen, welche er wenigſtens an dieſem frohen Tage in der tiefſten Falte ſeines Herzens ein⸗ zuſchließen ſucht; der Reiche aber, ſelbſt der Gei⸗ zige, greift in ſeinen Reichthum, und ſeine Eitelkeit bilft ihm über mancherlei Bedenken; denn ſeine Toch⸗ ter ſoll keiner Anderen nachſtehen, ſie ſoll ſo ausge⸗ ſtattet werden, ihre Hochzeit ſoll ſo begangen wer⸗ den, wie es ſich für ſie paßt, damit eher Verwunde⸗ rung und Neid als Nachrede entſtehen. In dieſer Weiſe hatte auch der Präſident von Landau die Sache aufgefaßt und betrieben, und als er ſich bei ſeiner Tochter befand, die tauſend Liebesworte für ſeine verſchwenderiſche Zaͤrtlichkeit hatte, bat er ſie, ihm aufrichtig zu ſagen, was ihr noch fehlen möchte, oder was etwa ein geheimer Wunſch noch zurückhielte.

Nichts, mein beſter Papa, nichts! rief Hed⸗ wig.Ich bin ganz glücklich; Meine einzige Sorge noch iſt die wirſt auch Du glücklich, wirſt Du getröſtet ſein, wenn ich Dich verlaſſen habe?

Ich werde mich ſehr vereinſamt fühten, ſagte er nachdenklich,werde Dich überall ſuchen und ver⸗ miſſen, Deine frohe Stimme nicht hören und mich darnach ſehnen. Er beugte ſich über ſie, und ihre Stirn küſſend, fuhr er fort:Aber es iſt Thor⸗ heit, mein Kind, darüber klagen zu wollen. Du