Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Das nennſt Du Leben. Ich könnte es nicht eine Woche aushalten, ohne dabei zu Grunde zu gehen.

Jeder Narr trägt ſeine eigene Kappe, lachte der Regierungsrath,und jedem gefällt die ſeine am beſten.

Um aber aus dem Scherz zum Ernſt zu kom⸗ men, mein theurer Rudolph, fuhr Trifels fort,ſo muß ich Dir einige Eröffnungen machen, die jedoch unſeren gegenſeitigen guten Humor nicht beeinträch⸗ tigen dürfen. Ich habe vor einigen Tagen wieder ein paar Wechſel bezahlt, die Du ſo freundlich warſt, auf mich auszuſtellen. Ich habe dies immer ſehr gern gethan, und ſo viel ich kann, ſoll es auch fer⸗ nerhin geſchehen. Indeß, da ich bisher ſehr wenig für mich gebrauchte, künftig aber weit mehr gebrau⸗ chen werde, ſo will ich Dich bitten...

Kein Wort mehr davon, Du haſt genug ge⸗ ſagt! fiel Wolters ein.

Nicht doch! ſagte Trifels;ich bin kein Crö⸗ ſus, allein ich wiederhole es, gern werde ich zu Dei⸗ nen Dienſten ſein, nur nicht mehr in der bisherigen Weiſe. Darum, fuhr er fort, indem er ſein offenes ſchönes Geſicht aufhob und lächelnd Wolter's Hand drückte,darum mußt Du meinem Beiſpiele folgen, Rudolph, und wenn Du eine kluge, verſtändige