Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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würde, jetzt möchte ich das Gegentheil behaupten. Was meinſt Du?

Haſt Du deſſentwegen an mich geſchrieben? fragte der Regierungsrath.

Trifels hatte ſich neben ihn geſetzt, bei dieſer ſcherzenden Frage legte er den Arm um ſeinen Vetter

und ſagte mit Herzlichkeit:Wir müſſen einmal über

allerlei wichtige Dinge uns ausſprechen. Zunächſt über meine Verlobung. Sie iſt Dir überraſchend gekommen, nicht wahr? Was ſagſt Du dazu, daß ich mich verheirathen will?

Ich wuͤnſche Dir, wie ich es ſchon gethan habe, nochmals alles mögliche Glück.

Du biſt mein nächſter Verwandter, fuhr Tri⸗ fels fort,es freut mich in vieler Beziehung, wenn meine Wahl Deinen Beifall hat. Hedwig meine Braut, ſie iſt freilich aus keiner Familie mit Gott weiß wie vielen Ahnen.

Thorheit! ſagte der Regierungsrath,man heirathet keine Ahnen.

Nein! fuhr Trifels erfreut fort,aber Hedwig iſt allerdings auch ſehr jung kaum neunzehn Jahre.

Ein Mädchen kann nie jung genug ſein, er⸗ wiederte Wolters.Du mußt heirathen, es iſt das Geſcheidteſte, was Du thun kannſt..