Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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in eine Ecke, betrachtete die einfachen Mobilien, den runden Tiſch mit der Leinendecke, die Kaffeemaſchine darauf, neben welcher die Spiritusflaſche und ein Zündfeuerzeug ſtanden, und drehte den Pferdefuß von Elfenbein, welcher den Knopf ſeines Stöckchens bildete, zwiſchen ſeinen ſpöttiſch verzogenen Lippen.

Nach wenigen Minuten kam Trifels. In ſeinem grauen Morgenrock, ein bedrucktes Tuch nachläſſig um ſeinen Hals gewunden, paßte er zu dieſer ein⸗ fachen Wohnung. Nach den erſten Grüßen und Entſchuldigungen ſetzte er ſogleich die Spirituslampe in Brand, und während er ſich damit beſchäftigte, ſein Frühſtück ſelbſt zu bereiten, erzählte er bunt durch einander und lachend von dem geſtrigen Abend, von Hedwig, von allerlei luſtigen Auftritten, und was ihm ſonſt einfiel. Der Regierungsrath hörte zu und beobachtete ſeinen Verwandten. Der ſchöne Kopf des heiteren jungen Mannes neigte ſich ihm entgegen, er ſchien jeden Zug daran genau zu durch⸗ forſchen und eigenthümliche Gedanken zu haben, die ſich in dem kalten Lächeln ausdrückten, das ſeine Lippen feſthielten, während ſeine Augen ſtarr vor ſich hin ſchauten.

Ein friſcher Hauch geiſtiger und körperlicher Ge⸗ ſundheit war ſeinem frohſinnigen Vetter aufgeprägt.