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„Was haben Sie denn gekauft, Heinrich?“ fragte die Frau Meiſterin. 1
„Leinen, echt holländiſch,“ erwiederte er,„Tiſch⸗ 4 zeug, ein ganzes Dutzend Gedecke, Damaſt wie ein Brett, Blumen darin, wie gemalt. Was ich damit will, Mama?“— Er hielt lachend inne, rieb ſich ſeine Haͤnde und grinſ'te wie ein Affe.„Heirathen will ich,“ platzte er dann heraus,„und meinen verehr⸗ ten Schwiegereltern die Ausſtattung ſparen, weil's baare Geld ſich immer beſſer brauchen läßt.“
Die Frau Meiſterin hatte den Strumpf vor ſich hingelegt, in ihren hohlen Backen ſchimmerte ein er⸗ wartungsvolles Lächeln, das dem Agenten Muth einflößte, den er jedoch nicht nöthig hatte.
„Es iſt einmal nicht anders, es muß heraus!“ fuhr er fort, den Meiſter am Arm faſſend.„Ich
brauch's aber nicht erſt zu ſagen, Jeder kann es
D denken. Iſt es nicht wahr, Papa Hartmann?
Hand her, eingeſchlagen!“
„Wozu?“ fragte der alte Mann.
„Wozu?! Jetzt hören Sie einmal, Mama,
wie er fragt. Ich will mir Marie wieder einmal
von Ihnen leihen, Papa! Aber nicht etwa auf
Stunden oder Tage, aufs ganze Leben will ich ſie
leihen, ich will ſie gar nicht wieder bringen.“


