Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Wiſſenſchaft! Wiſſenſchaft und Kunſt verſchönern das Leben, ſonſt nichts.

Es wundert mich blos, ſagte der Meiſter in ſeinem mürriſchen Tone,daß Sie es noch der Mühe werth halten, bei ſo ungebildeten Leuten vorzuſprechen.

Sie, Papa, Sie! antwortete Niedlich lachend, Sie, der mich von Kindesbeinen an kannte, ſollte nicht beſucht werden? Glauben Sie, daß ich hoch⸗ müthig bin? Ich bin ſo wenig hochmüthig, wie ich ein Verſchwender oder ein Bummler bin.

Sie ſcheinen mir heut einen beſonderen Nebel im Kopf zu haben, fuhr der alte Mann fort, indem er wieder in ſein Buch blickte.

Das macht, rief Herr Niedlich, laut lachend, weil ich mich auf Koſten der Menſchheit ernährt habe. Champagner getrunken, Auſtern gegeſſen, nachher Faſan! Es gehört auch mit zur höheren Bildung, Papa, koſtet mich aber keinen Pfennig. Es iſt nichts für mich, Geld für ſolche Zungenkitzelei auszugeben. Reelle Sachen, da bin ich da. Ich habe heute etwas gekauft, Mama, morgen ſollen Sie es ſehen, Marie auch, Sie werden die Augen aufmachen. Es ſoll mir Einer ſagen, ob er es beſſer hat. Die ganze Ausſtattung für Fräulein Hedwig, von der ſie ſo viel Gerede machen, iſt Lumperei dagegen.

1856. XIV. Neues Leben.. 14