Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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in ſeine Hand und richtete die Augen feſt auf ſeine Tochter, während eine dicke Falte ſich über ſeine Stirn legte. Wie ſie da vor ihm ſaß, groß und wohl gebildet, Alles nett und kleidſam an der kräf⸗ tigen, runden Geſtalt, mußte ſie ihm gefallen, und dennoch ſchüttelte er den Kopf und ſah mit ſtren⸗ gen Blicken auf die Korallenſchnur um ihren Hals und auf das wellig geſcheitelte glänzende Haar, worin ſie heute zwei große Goldnadeln befeſtigt hatte⸗ Dann flogen ſeine Blicke über das Stübchen fort, das in ſeiner Abendruhe ſänftigend auf ihn wirkte; denn wohin er ſah, war es blank und freundlich, trotz ſeiner kleinbürgerlichen Einfachheit. Der Schrank in der Ecke mit den Reihen ſauberer Taſſen und Gläſer, das große Schreib⸗ und Wäſcheſpind mit den Leiſten von Ebenholz und den maſſiven Ringen in den Löwenköpfen, die Stühle rechts und links mit tief geſchweiften Lehnen und die große Gewicht uhr, deren langſames Getacke allein in der Stille umher hörbar war Alles trug dazu bei, ſeine unmuthige Laune zu überwältigen, und als er in den Spiegel zwiſchen den Fenſtern ſchaute, um welche die weißen Vorhänge ſich leiſe bewegten, ſtrich er mit der Hand die Falte von der Stirn fort, und das gutmüthige Lachen ſchwebte wieder um ſeine