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rief er aus,„Du haſt Recht, Dir allein gehört mein Herz, kei⸗ ner anderen, und wenn es eines Königs Tochter wäre. Gehen Sie, Herr Falkland, ſeien Sie Signa's Bote an Emma Mare, und ſagen Sie dem Capitän, in drei Wochen würden die Hoch⸗ zeitslichter in der Fortunenskirche brennen, dort hoffte ich ihn und Sie und Emma zu finden.“
Der Abend dunkelte herein, als Eduard Falkland den Hof von Eide tief unter ſich am Lyſterfjord erblickte. Er war den Fortunenſteig hinabgekommen, ohne den geringſten Schwindel zu fühlen, obwohl ihm zuweilen war, als gehe er auf eines Seil⸗ tänzers Faden, der von einer Thurmſpitze herunterführt und die loſen Steine unter ſeinen Füßen rollten in die Tiefe, wo der goldene Knopf der Fortunenkirche die Sonnenblitze fing. Auf die Kirche hefteten ſich ſeine Hoffnungen, und als er das Ende des ſteilen Hirtenweges erreicht hatte, warf er ihr einen langen Scheideblick zu. Dann eilte er auf den Waldpfaden weiter und ſein Herz fing an zu ſchlagen, als er Halbart Mare in ſeinem Garten gehen ſah, die hohe gebeugte Geſtalt auf ſeinen Stock ge⸗ ſtützt, und ſeine linke Hand auf Emma's Schulter gelegt. Sie ging neben ihm und er ſprach zu ihr, vielleicht von Grimmur und von ſeinen Plänen. Aber da war nicht zu warten, nicht zu ſin⸗ nen. Falkland ſprang raſcher über Felsſtufen und Baumwurzeln, in wenigen Minuten war er unten, und wie er auf den Hofplatz trat, ſahen ſie ihn beide.
Glühende Röthe bedeckte Emma's Geſicht, es war, als wollte ſie ihm entgegen laufen, aber der Capitän drückte ihre Schulter feſter zuſammen und runzelte ſeine Stirn.
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