Warfſtein aus Laurwig meinen Vater, als er mit ſeiner jungen Frau eine Reiſe nach Paris und Italien machte.“
„Lars Karſten⸗Warfſteen,“ ſagte der Norweger lächelnd, „oder Karſtens, wie er gewöhnlich hier kurzweg genannt wird, hat ſeinen Adel niedergelegt, als der Storting dieſen aufhob und es ſo gemacht, wie es damals die meiſten Familien thaten, die keine Uneinigkeit unter ihre Kinder bringen wollten.“
„Ich weiß es,“ fiel der junge Herr von Warſſtein ein. „Es war eine närriſche Entſcheidung Ihres Reichstages, erſt den Adel aufzuheben und dann zu ſagen, eure Kinder, die bis zu dieſem Geſetztage geboren ſind, mögen ſich auch fernerhin adelig nennen und ſchreiben, wenn ſie wollen, diejenigen aber, welche morgen und ſpäter zur Welt kommen, ſollen das nicht mehr dürfen. Dadurch hat man die Familien gezwungen, dem Adel ſogleich zu entſagen.“
„Und was Sie närriſch nennen, hat ſich als ſehr weiſe be⸗ währt,“ antwortete der Norweger.
„Das bleibt die Frage!“ rief Heinrich von Warfſtein,„doch immerhin, mich drückt ſie nicht und auch mein Vetter kann ſich tröſten. Er hat keine Söhne, hat nur eine Tochter.— Kennen Sie die auch?“
„Ich habe ſie zuweilen geſehen.“
„Mary heißt ſie. Ein ſanfter Name. Iſt ſie ſchön?“
„Sie werden das am beſten ſelbſt beurtheilen können,“ ſagte ſein Gefährte, indem er aufſtand, denn das Boot, war jetzt dicht unter der Hafenbatterie.„Sehen Sie dort die mondförmigen, grünen und bewaldeten Berge? Dort liegt Laurwig, und gleich
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